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GESCHOSSEN WIRD AB MITTERNACHT. Ein Tag im Leben eines G-Man (2011).


GESCHOSSEN WIRD AB MITTERNACHT Ein Tag im Leben eines G-Man. Aufzeichnung einer Veranstaltung vom 6. Mai 2011 im Wiener Narrenturm. Aufnahme und Gestaltung: Chris Haderer.

Wenn es je eine literarische Gestalt deutscher Herkunft gab, die über nachhaltigen Pop-Appeal verfügt, so war und ist das wohl Jerry Cotton. Seit mehr als 50 Jahren in einem zum Teil imaginären New York als "G-Man" des FBI umtriebig, kennt ihn - zumindest dem Namen nach - wirklich jeder. Seine erfolgreichste Zeit hatte er in der prä-digitalen Ära, also in den 60ern und 70ern. Mit Hilfe analoger Utensilien (Kassettenrecorder!) und Texthäppchen (alte Heftln!) nehmen sich Claudia Zawadil und Thomas Fröhlich eines charmanten Trivial-Mythos an. Eine rumpelige Zeitreise in die Geschichte der Popkultur, garantiert bit- und byte-frei, dafür garniert mit jeder Menge filterloser Zigaretten, Bourbon zum Frühstück, sinistren Femmes fatales, entschlossenen Männern mit Hüten, wilden Schießereien, heftigen Prügeleien und - nach 68 Seiten - garantierten Happy-Ends. 
Dazu interviewt Krimiexperte und Mitorganisator Peter Hiess den österreichischen Schriftsteller Josef Preyer. Preyer schreibt seit Anfang 2010 für die berühmte "Jerry Cotton"-Serie und gibt an diesem Abend Auskunft über seine Arbeit an den Romanen, das Image des Helden und andere Fachfragen. Außerdem liest er Passagen aus eigenen "Cotton"-Werken.