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16/12/2013: 100 jahre admiral / zwei leben / stille nacht

Mitschnitt der Saal B-Sendung vom 16. 12. 2013 steht nach Ausstrahlung zur Verfügung.

Jubiläum: 100 Jahre Admiral-Kino

Vor kurzem ist das Admiral-Kino in der Burggasse 100 Jahre alt geworden. 1913, als das Kino von Emilie Sperl eröffnet wurde, war Wien eine richtige Kinostadt: zwischen 1911 und 1914 öffneten immerhin mehr als 100 Abspielstätten, von denen viele noch als Zeltkinos ausgeführt waren, wie sie vor allem in Italien vorkamen. Die Liste der Betreiber des Admiral-Kinos ist lang und zum Teil auch unvollständig, weil viele Unterlagen nicht mehr auffindbar sind. Seit 2007 gehören die Sitzplätze in der Burggasse 66 Michaela Englert, die selbst in der Kinobranche tätig ist und derzeit unter anderem die PR-Trommel für den Thiemfilm-Verleih in Rotation hält. Als "Kino-Nahversorger in der Burggasse" versteht Michaela Englert das Admiral-Kino, das dank digitaler Ausstattung den Multiplexen ein bißchen die Stirn bietet.

Im Gespräch: Michaela Englert

 

Neu im Kino: ZWEI LEBEN

Bilder: Thiemfilm

Ab 26. Dezember wird im Kino – wieder einmal – die Vergangenheit bewältigt. In Regisseur Georg Maas Dramolett-Thriller-Kombination "Zwei Leben" ist es das der jungen Katharine, die in einer Bilderbuchumgebung mit Mann, Kind und Großmutter in einem norwegischen Küstendorf lebt. Die Demontage der Idylle beginnt, als 1990, kurz nach dem Mauerfall, ein junger deutscher Anwalt bei Katharine auftaucht. Als Tochter einer Norwegerin und eines deutschen Soldaten wurde sie als Kind von den Nazis nach Deutschland verschleppt. Dort wuchs sie in einem Kinderheim auf. Mit Mitte 20 floh Katharine aus der DDR nach Norwegen, um ihre leibliche Mutter Åse, gespielt von Liv Ullmann zu finden. Mit Katharines Aussage will der Anwalt die Nazi-Verbrechen vor Gericht bringen, nämlich dass 1940 etwa 250 Mädchen von der Wehrmacht aus Norwegen in deutsche Lebensborn-Heime entführt wurden, um dort der „Aufnordung“ des deutschen Reiches zu dienen.

Je mehr Katharine von ihrer Vergangenheit preisgibt, desto mehr wird klar, dass sie ein Geheimnis verbirgt – Sie ist nicht die Frau, für die sie sich über 20 Jahre ausgegeben hat. Sie wurde von der Stasi zur Spionin ausgebildet und mit der Identität von Ases wirklicher Tochter nach Norwegen geschickt, wo sie sich ein neues Leben in Freiheit aufbauen konnte. Und dieses Leben wird relativ schonungslos von Katharines Stasi-Vergangenheit eingeholt.

Im Gespräch: Liv Ulmann

Trailer bei YouTube

 

Neu im Kino: STILLE NACHT

Regisseur Christian Vuissa (Bild: © Einhorn Filmverleih)

Das bekannteste Weihnachtslied aller Zeiten heißt "Stille Nacht" – und das ist auch der Titel des neuen Filmes des aus Vorarlberg stammenden und in den USA arbeitenden Regisseurs Christian Vuissa. Die Handlung des Streifens, der ein bißchen mit amerikanischer Glätte ins Ländle hineinschaut, gibt sich authentisch: im Jahre 1818 kommt der Priester Joseph Mohr (gespielt Carsten Clemens) nach Oberndorf bei Salzburg, wo Armut und Hoffnungslosigkeit herrschen. Mittels Predigten und Musik auf Deutsch anstatt auf lateinisch will er die Kirche allen Menschen zugänglich machen. Doch solche progressiven Ideen sind seinem Vorgesetzten, Pfarrer Nöstler (Clemens Aap Lindenberg), ein Dorn im Auge, und er droht Mohr mit disziplinarischen Maßnahmen.

Im Gespräch:
Christian Vuissa
Carsten Clemens

Trailer auf YouTube
Link zur Stille Nacht Gesellschaft

 

Video der Schlussnummer (auf YouTube):

Captain Picard sings "Let it Snow!"