NÄCHSTE SENDUNG:

18. März 2019
zwischen 15:00 und 16:00 Uhr
bei Orange 94.0

Livestream

Sendung vom 15. Oktober 2013: Schwerpunkt "One Day on Earth"

Vorgestellte Filme:

Gnade
"Der Held und sein Wetter" heißt ein Feuilleton des deutschen Germanisten Delius. Darin stellt er sich die Frage, warum es im deutschen Realismus immer regnet, wenn eine Tragödie in Sichtweite kommt, genauso wie in Hollywood am dramatischen Ende einer Geschichte gerne die Tropfen nicht nur aus den Augen sondern auch aus den Wolken fallen. Ohne zu viel verraten zu wollen – es hat schon seinen Grund, warum im Kino die Dinge so sind wie sie sind. Und warum beispielsweise Regisseur Matthias Glasners neuer Film "Gnade" (Deutschland/Norwegen, 2012. 131 Minuten) nicht an der französischen Rivera sondern in Norwegen spielt. In der Stadt Hammerfest, wo monatelang keine Sonne zu sehen ist, versucht ein deutsches Paar einen Neuanfang. So sind es quasi "Bilder der Seele", die Glasner mit wirklich hervorragend fotografierten Naturaufnahmen auf die Leinwand bringen will; die Schönheit in der kalten, lebensfeindlichen Umgebung. "Gnade" basiert auf dem Drehbuch des preisgekrönten skandinavischen Autoren Kim Fupz Aakeson und wurde im Frühjahr bei der Berlinale 2012 uraufgeführt.
Gnade-Homepage
"Gnade"-Fanseite auf Facebook
Trailer auf YouTube

Saal B-Audioclip zu "Gnade" (bearbeitete Version)

 


 

Randgänger
Renate Woltrons Film "Randgänger" (A 2012, 106 Minuten) erlebte bereits vergangenen April seine Premiere in den Breitenseer Lichtspielen. Leichter Stoff ist es nicht; ein eher sperriger Film, mit gelegentlich holprigen Schnitten. Aber damit fängt es schon an: Alles sei nämlich nur eine Frage des Blickwinkels, so der Tenor des Filmes, der sich als Drama ausgibt, aber streckenweise durchaus auch etwas von einer Komödie hat. "Randgänger" ist am 19. 10. 2012 in den Breitenseer Lichtspielen zu sehen.
Trailer bei YouTube

 


Schwerpunkt: Das "One Day On Earth"-Projekt

Radioclip zum "One Day On Earth"-Projekt. Im Interview: Kyle Ruddick, Gerfried Stocker (Ars Electronica). Im Beitrag aus rechtlichen Gründen nicht enthaltene Originalmusik: "Around the World in a Day" von Prince.

 

 

"One Day on Earth" heißt das von den Filmemachern Kyle Ruddick und Brandon Litman bereits im Jahr 2010 ins Leben gerufene Projekt, das nun zu einem abendfüllenden Kinofilm geronnen ist. Ursprünglich war One Day on Earth als Multimedia-Projekt geplant: Jeder der sich berufen fühlte, konnte am 10. 10. 2010 einen Kurzfilm über etwas drehen, was ihm gerade wichtig war. Diese Filme wurden in einer Datenbank im Internet gesammelt. Ein Jahr später, am 11. 11. 2011, wurde der Aufruf wiederholt, und erneut folgten ihm weltweit tausende Filmemacher und stellten ihre Videoimpressionen vom 11. November 2011 ins Internet. Dort sind sie, geografisch geordnet, per Mausklick abrufbar. Die nächsten Bilder für das "One Day on Earth"-Projekt werden für den 12. Dezember dieses Jahres erwartet, also ein paar Tage vor dem für 21. Dezember erwarteten Weltuntergang. Die bisher eingereichten Filme sind auf der Homepage des Projekts abrufbar. Im Beitrag kommen u. a. zu Wort: Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Linzer Ars Electronica, und Kyle Ruddick, Initiater des One Day on Earth-Projekts.
www.onedayonearth.org
One Day on Earth-Kinofilm-Trailer bei YouTube
One Day on Earth bei Vimeo
One Day on Earth bei Facebook

 

Kyle Ruddick
(c) One Day
On Earth

Spots:

Saal B-Audioclip zum BSL-Programm, zu "Randgänger" und zu Gerhard Gruber.

 

Breitenseer Lichtspiele
Anna Nitsch-Fitz stellt die Highlights aus dem Programm der Breitenseer Lichtspiele vor (darunter ein David Cronenberg-Schwerpunkt, zahlreiche österreichische Kurzfilme sowie "Randgänger" von Renate Woltron).
Zum BSL-Programm.


Der "Stummfilmbegleiter" Gerhard Gruber
Filmkonzerte haben Tradition in den Breitenseer Lichtspielen und finden regelmässig statt. Ein altbekannter Gast ist der Film- und Theatermusiker Gerhard Gruber (Bild rechts), der unter anderem im Jahr 2000 die Neufassung der Filmmusik von Hans Karl Breslauers  "Die Stadt ohne Juden" schrieb.  Als "Stummfilmbegleiter" bezeichnet er sich in seiner Biografie, und zu mehr als 450 Stummfilmen hat er bereits - live! - die Musik beigesteuert. Anfang November vertont er in den Breitenseer Lichtspielen "Das Titanic Inferno" (1913, auch bekannt unter dem Titel "Atlantis") sowie "Im Zeichen des Zorro" (1920, Clip bei YouTube).
Homepage von Gerhard Gruber
YouTube-Kanal von Gerhard Gruber

 


Das Austrian Film Festival (Hinweis):
Homepage

Fritz Lang-Retrospektive im Rahmen der Viennale:
Ankündigung auf der Viennale-Homepage