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18/05/2015: Memory of Justice, dotdotdot, Elser, Stadtkino

The Memory of Justice

Spannende Fragen wirft Marcel Ophüls in seinem Dokumentarfilm "The Memory of Justice" auf, der genaugenommen eigentlich ein Essay über die Nürnberger Prozesse ist - und einen großen Bogen spannt, von 1944 bis hinein in die Kriegsverbrechen der 70er-Jahre. Nach der Aufführung der durch die Martin Scorsese Foundation restaurierten Version im Rahmen der Berlinale 2015 findet die Österreich-Premiere am 1. Juni im Stadtkino im Künstlerhaus statt, im Beisein von Regisseur Marcel Ophüls und dem Produzenten Hamilton Fish. Claus Philipp, Leiter des Wiener Stadtkinos, über einen Filmklassiker, der leider unbekannter ist als notwendig.

Das dotdotdot-Festival

Ein Kurzfilm ist ein Film mit drei Punkten am Ende – meint Lisa Neumann, die in den vergangenen fünf Jahren das espresso Open Air Kurzfilmfestival geleitet hat. Seit heuer ist espresse Geschichte – stattdessen kommt im Juli das dotdotdot-Festival auf die Leinwand. Es ist ein Festival, das neue Wege bei der Interaktion mit dem Publikum gehen will, sagt Neumann.

 
Lisa Neumann (dotdotdot-Festival) und Claus Philipp (Stadtkino Wien).


Kino: Elser

Es waren 13 Minuten – und die Weltgeschichte wäre möglicherweise anders verlaufen. Am 8. November 1939 verlässt Adolf Hitler den Münchner Bürgerbräukeller früher als erwartet – und die von Georg Elser gelegte Bombe tötet acht Menschen, aber nicht den selbsternannten Führer. Georg Elser, gespielt von Christian Fridel, wird aufgegriffen und vom Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe (gespielt von Burghart Klaußner) und dem Gestapochef Heinrich Müller (gespielt von Johann von Bülow) tagelang verhört – bis er schließlich zusammenbricht. Im Film "Elser" von Regisseur Oliver Hirschbiegel rollt er schließlich auf, wie der Nationalsozialismus in sein Dorf kam – und er sich auf den Weg machen musste. Seit 15. Mai im Kino.

 

Kino/DVD: P'tit Quinquin & Twentynine Palms

Aktuell im Stadtkino Wien: die vierteilige Mini-TV-Serie "P'tit Quinquin" , die im Kino in zwei Teilen gezeigt wird. Mit der auf Deutsch "KindKind" benamsten Serie geht Regisseur Bruno Dumont eigenwillige Wege: So sind beispielsweise alle Rollen mit Laiendarstellern besetzt – und der ermittelnde Kommissar und sein Assistent im Zivilberuf eigentlich Gärtner. Eine Erlebnis, bei dem durchaus auch Twin Peaks (zur Twin Peaks - Definitive Gold Box Edition [10 DVDs] bei Amazon) grüssen lässt. Bruno Dumont hat bislang insgesamt sieben Kinofilme gedreht, darunter auch das recht brachiale Liebesdrama "Twentynine Palms" aus dem Jahr 2003, das im Laufe der Handlung immer mehr zum Horrorfilm wird – und das bei Euro Video auch als DVD-Media-Book zu haben ist. Unser DVD-Tipp.